Amaro Ameise

Jeder Quadratmeter zählt!

Der Saubär des Jahres 2016:

Das Modular-Festival (26.-28.05.2016)

Zuerst bin ich von großer Dummheit ausgegangen oder gar von einer Behinderung, aber ich kenne aus der Arbeit in der Behindertenpflege keinen, der so etwas machen würde und so dumm, einen Park auf solche Weise zu zerstören kann niemand sein, weshalb ich von mutwilliger Absicht ausgehen muß.

Das grundsätzliche Natur-Verständnis der Modular-Verantwortlichen können Sie sich hier anschauen:

Zunächst als Information die Auflagen des Amts für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen:

Die Bäume waren über und über mit Kabeln, Leitungen, Boxen und Plastikdeko behängt und überall standen Strahler auf Masten herum, mit denen nachts die Baumkronen hell erleuchtet worden sind, das ist natürlich total toll für die Fledermäuse und einige Vögel, die dort ihre Wohnungen haben:

Übrigens: Die Umwandlung von u.a. nagelneuen Strohhalmen, die obendrein noch direkt neben den Nistkästen der Vögel in die Bäume gehängt und hinterher einfach weggeschmissen werden, nennt man beim Modular-Festival und beim Staatlichen Textil- und Industriemuseum neuerdings Upcycling, bei uns früher benutzte man dafür drei Worte: Verlogenheit, Konsumgeilheit und Verschwendungssucht!

Auf dem gesamten Festival-Gelände waren flächendeckend Unmengen von Müll verteilt worden:

Es wurde auch nicht davor zurückgeschreckt, mit allen möglichen Fahrzeuge ins Unterholz zu fahren:
 

Damit die Fahrzeuge auch ins Unterholz passen, hat man hier und da ein paar Äste abgesägt:

Die größte Sau auf dem Platz war eindeutig der Typ auf dem Lader, der alles unnötig platt fuhr:

Aber auch viele andere zerstörten die Wiesen und parkten an unerlaubten Stellen mitten im Wald:

Sogar die Leute der Stadt, die es eigentlich besser wissen müssten, parkten auf den Grünflächen, nach Aussage Frau Vedders (Leiterin des Grünamtes) ist das normal und wird auch nicht geändert:

Natürlich haben die Müllschweine den Müll nicht selbst aufgeräumt (weil zu faul), sondern der AWS:

Und so sah es fast überall an und in den Grünflächen des Parks aus, wie in einer Schweinesuhle:

Hier noch einmal der Saubär mit dem Lader in Nahaufnahme, wie er im Sandkasten spielt:

Und so sieht aktiver Naturschutz für die Modular-Verantwortlichen aus:

Hier ein paar Detailbilder von dem, was übrig blieb, nachdem der AWS die Wiesen gereinigt hatte:

Greenpeace Augsburg führte eine Ausstellung durch, bei der die "Umwelt-"organisation im Unterholz einen Trampelpfad installierte, damit dort die Besucher einige Quadratmeter Bewuchs platt trampeln konnten, während auf der anderen Seite (nicht nur) Die Bunten e.V. einige qm Grünfläche lackierten.

Um von der Umweltsauerei abzulenken, installierte man ein Feigenblatt, "Ökotoiletten" aus Plastik(!):

Das Wichtigste am Festival war ganz offensichtlich nicht der Naturschutz, sondern das hier: Saufen!

Vor der Kongresshalle wütete ein weiterer Baumaschinenführer, um die Wiese zu zerstören, was Umweltreferent Erben damit begründete, dass diese Wiese ja nicht zum Landschaftsschutzgebiet dazu gehört und somit nicht geschützt sei. Eine sehr aufschlussreiche Aussage, wie ich meine ...

Auch wenn andere das Gegenteil behaupten, so muss ich sagen, dass das Modular voll Scheiße war!

Liebe Strafverfolgungsbehörden,

falls Sie irgendwann einmal wegen der hier dokumentierten Verstöße gegen Umweltauflagen, § 44 Naturschutzgesetz, die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet und andere Umweltverstöße sowie Ordnungswidrigkeiten ermitteln möchten, so können Sie sich gerne an mich wenden, wenn Sie zum Ermitteln der Täter die Original-Beweisfotos ohne unkenntlich gemachte Gesichter benötigen. Zusätzlich kann ich Ihnen auch (fast) alle Namen der für diese Sauerei Verantwortlichen in der Verwaltung und Politik der Stadt Augsburg nennen, damit diese zur Verantwortung gezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Markus Frowein