Amaro Ameise

Bleibt zu Hause!

Die Klo-ake Augsburg

Unter dem Motto "City can public art" hat die Stadt sich dieses Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht und zu diesem Zweck schon einmal den Nymphenbrunnen gefegt, damit die 'breite' (Achtung: Wortwitz) Öffentlichkeit ihn mit den vielen Objekten füllen kann, die die Trivalität und die Tristesse des Lebens und Vegetierens in Augsburg zeigen sollen. Natürlich dauert es nie lange, bis erste Künstler sich einfinden, um den Blues, der in ihrem Herzen wohnt, darzustellen. Wir dürfen alle gespannt auf das Werk warten, welches natürlich nicht in drei Tagen fertig ist, sondern sicher Monate zur Entstehung braucht.

Die "Leinwand" ist vorbereitet (25.07.2020)

Schwerstalkoholiker Ygor spendierte den Wodka

Der unübertreffliche Günter Billenstein, Leiter des Hochbauamtes und "Meister der maroden Künste", hat viele Jahre gebraucht, um dieses Monument so aussehen zu lassen, als ob sich schon Jahrhunderte niemand mehr um den "Brunnen" gekümmert hätte, was ihm nur dadurch gelungen ist, indem er sich die größtmögliche Mühe gegeben hat, durch Ignoranz gegenüber dem Schönen alles zu vernichten, was der Erbauer des Brunnens einst erschaffen hatte. In großer Dankbarkeit sollten wir alle uns vor ihm verneigen und seinem Herzens-Blues huldigen, den nur ein Meister in der Lage ist, so darzustellen.

Fortschritt am 27.07.2020:

Ein paar Fastfood-Junks, Kettenraucher und auch Müllfetischisten haben sich angeschickt, dem Ort ihre ganz eigene Art von Leben einzuhauchen. Wie in einem Stilleben ergänzt der Kaffee-Pappbecher den Zustand der anhaltenden Trockenheit, indem er uns sagen will, dass er genau so leer ist, wie die Kassen dieses armseligen Dings namens Stadt. So wie es aussieht, ändert sich das nicht so bald.

Natürlich darf ein Sicherheitsrisiko nicht fehlen

Nur ein totgepisster Baum ist ein guter Baum

Fortschritt am 01.08.2020:

Wenn man seitens der Stadt solch ein Kunstwerk installieren möchte, darf man nicht vergessen, in die Jugend zu investieren, den nur arbeits- oder perspektivlose Jugendliche reißen Bäume aus, die sie angesichts der Baumabsäger-Allianz aus der Augsburger Verwaltung nicht mehr wahrnehmen, geschweige denn, irgendwie wertschätzen können. Solche Leute braucht man, um Kloaken zu bauen.

Ja, "Klo-ake" ist genau das richtige Wort für das, was die Stadt hier seit Jahrzehnten zelebriert