Amaro Ameise

Jedes Ribisl zählt!

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Das Gegenfeuer der Polizei
10.12.2019 21:05

Offenbar hat sich die Polizei Schwaben Nord die Gegenfeuer-Strategie australischer Feuerwehrleute angeeignet und versucht, rechte rassistische Hetze mit rechter rassistischer Hetze zu bekämpfen. Als ich heute abend über den Königsplatz streifte, standen an allen Einflugschneisen viele Polizisten mit ihren Einsatzwagen, auf Nachfrage waren sie dazu abgestellt, eine angekündigte rechte Demo zu bewachen, jedoch war weit und breit kein einziger Demonstrant zu sehen, vielmehr wirkten viele der Polizisten so gelangweilt, dass sie deswegen schon jeden, der eine dunkle Hautfarbe hatte und/oder irgendwie nach Links aussah, kontrollierten und filzten. In Englisch nennt man das "Racial Profiling". Wie dem auch sei, als ich nun neben einem Schnellrestaurant die mit Kerzen und Blumen geschmückte Baumscheibe betrachtete, unterhielt sich ein Polizist mit einem blonden, blauäugigen jungen Mann ein wenig über die Geschehnisse vor wenigen Tagen an diesem Ort und ich hörte den Polizisten sagen: "Die Täter hatten einen Migrationshintergrund." sowie "Sie wissen ja, Ausländer haben eine andere Mentalität und eine andere Religion.", was in meinen Ohren wirklich sehr seltsam nachgeklungen hat. Um es genau zu sagen, war ich eigentlich so fassungslos über solch einen Dreck, der obendrein aus dem Mund eines Polizisten kam, dass ich lieber ging, um keine Anzeige zu bekommen, weil ich dem Kerl vor Wut am liebsten eine reingehauen hätte. Ich fragte zwei Tage später bei der Polizei nach:

Eine nichtssagende Antwort kam von der Polizei zurück, was hätte ich auch sonst erwarten können:

Ich hatte im Gefühl, dass die Beschwerde im Sande verlaufen würde, bedankte mich aber trotzdem:

Wie gedenkt man eines Toten?

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