Amaro Ameise

Jeder Quadratmeter zählt!

2019 Mai

06.05.2019 Ich wiederhole mich nicht gerne

Meistens ist es so, dass die Menschen verstehen, was ich damit meine, wenn ich Müll aus der Natur herausräume und ihn, nachdem ich ihn oftmals aufgehäuft eine Weile als Anschauungsobjekt liegen lasse, entsorge, doch manchmal muss ich mindestens ein Mal wiederkommen und die Aktion so lange wiederholen, bis auch der allerletzte Esel verstanden hat, dass sein Müll nicht in die Natur gehört. An der Wertachbrücke, wo ich vor drei Jahren schon mal aufgeräumt und sogar auf der ehemaligen Müllhalde ein paar Beete angelegt hatte (bis zum 09.05.2016 herunterscrollen), war der Müllpegel schon wieder so stark angewachsen, dass ich heute noch mal dort angreifen und aufräumen musste.

So viel kam heute aus dem Umkreis von 20 Metern (hauptsächlich am Wertachufer) zusammen:

Sogar Teddys wurden am Ufer weggeworfen:

In einer Plastikflasche gesichert: Spritzen:

Bei manchen Eseln hilft Lesen auch nix mehr:

Nahaufnahme des Anschauungsmaterials:

08.05.2019 Endlich war das Ordnungsamt mal an der Wertach

Seit geschlagenen fünf Jahren schaue ich zu, wie an nahezu jedem Uferbereich der Wertach nicht nur im Sommer, wenn Grillzeit ist, sondern rund um's Jahr Horden von Müllpennern Feuer machen, ihren Müll liegenlassen, Flaschen zu Scherben verarbeiten und obendrein noch alle paar Meter eine Spritze mit offener Nadel liegen lassen. Das Ordnungsamt habe ich in dieser Zeit noch nie gesehen, obwohl ich schon mal in der Zeitung gelesen habe, dass sie quasi unermüdlich Tag und Nacht nichts anderes tun, als an den Flussufern Augsburgs Lagerfeuer zu löschen und Bußgeldtickets zu verteilen. Meiner Meinung nach war das eine Zeitungsente, denn ich habe gehört, dass sich das Ordnungsamt intensiv um rauchende Intensivtäter aus dem Hundebesitzermilieu kümmert, statt an der Wertach sowie anderen Naturplätzen der Stadt wirklich für Ordnung zu sorgen, wie es eigentlich sein sollte.

Wie dem auch sei, als ich heute den Müllberg neben der Wertachbrücke langsam mit den Utensilien füllte, die ich am Flussufer und neben den Localbahn-Gleisen im Gebüsch fand, kamen plötzlich drei Mitarbeiter des Ordnungsdienstes vorbei und waren ganz verwundert darüber, dass ich als Privatier von ganz alleine darauf komme, einfach aufzuräumen, so ganz ohne Auftrag oder irgendeinen Lohn. Im Grunde genommen haben Sie mir aber eher die Ohren vollgejammert, dass sie nichts gegen die "rumänischen Bettlerbanden" tun könnten, die sich ihr Lager unter der Brücke eingerichtet hatten. Nachdem ich ihnen erklärt hatte, dass etwa die Hälfte des Mülls von oben herunterfällt, kam dann nichts mehr. Aber was wollen sie auch tun, sie sind ja offenbar chronisch unterbesetzt und müssen das tun, was ihnen ihr Chef aufträgt, wozu offenbar nicht gehört, endlich für Ordnung zu sorgen.

Zumindest haben sie sich bei mir in aller Form ganz herzlich für's Aufräumen bedankt, was ich sehr bemerkenswert fand, weil ich normalerweise ganz andere Reaktionen der Ordnungshüter gewohnt bin. Oft werde ich mit Strafen bedroht und zum Aufhören genötigt, weil es angeblich illegal sein soll. ;-)

Schauen Sie ruhig näher hin, denn hier gibt es die neuesten Impressionen zu sehen:

Ich hatte leider nur die kleine Kamera dabei, deshalb kommen Sie bitte noch näher ran:

Und wenn man ganz nah ran geht, kann man sehen, was sich in den Köpfen der Müllpenner befindet:

Und das ist meine Einstellung zum Herumschmeißen von Müll in die Landschaft:

10.05.2019 "Nur" 23 Spritzen und 2 Tütchen Heroin auf 3 Qm

Heute habe ich die nächsten 10 Meter im Umkreis des Haufens in Angriff genommen, unter anderem befand sich unter der Brücke eine "Druckraum" mit vielen Spritzen und ein Matratzenlager incl. alter Kleidungsstücke, die durch die Feuchtigkeit unter der Brücke schon sehr stark angeschimmelt waren.

So sieht das Ufer an vielen Stellen aus:

Unter der Brücke sieht es aus wie Sau:

Auf nur drei Quadratmetern gefunden: Dreiundzwanzig Spritzen und zwei Tütchen (vermutl.) Heroin:

Ich werde den Haufen entsorgen, wenn ich im Umkreis von 100 Metern alles eingesammelt habe, was wegen der riesigen Mengen, wie hier zu sehen, noch eine Weile dauern kann. Er wächst langsam ...:

13.05.2019 Die Hobbys der arbeitslosen Kleinkiffer in Augsburg

In anderen Städten hängen arbeitslose Kleinkiffer den ganzen Tag auf dem Sofa vor der Glotze ab. Nicht so in Augsburg, wo die Typen total fleißig den lieben langen Tag nichts anderes tun, als ihre Aufkleber überall hinzukleben, damit auch wirklich jeder weiß, dass sie arbeitslose Kleinkiffer sind. Mein Hobby hingegen ist es, im Rahmen meiner Kunstaktion "Augsburg ohne Scheiß-Aufkleber" alle Aufkleber von arbeitslosen Kleinkiffern abzureißen, damit die sich nicht in Mikroplastik auflösen und dafür sorgen, dass wir alle Plastik im Urin haben. In den letzten Wochen habe ich wieder einige der Aufkleber entsorgt, so dass ich nunmehr bei einer Stückzahl von etwa 53.334 angekommen bin, was bedeutet, daß ich die von mir grob geschätzte Anzahl von ca. 80.000 zu zwei Dritteln erledigt habe. Natürlich habe ich bei dieser Stückzahl schon diejenigen mit dazu gerechnet, die ganz hartnäckige Kleinkiffer immer und immer wieder neu verkleben, was einigermaßen sinnlos ist, weil nach wenigen Tagen der böse Onkel wiederkommt und die Aufkleber der kindischen Kleinkiffer wieder abreißt ...

Hier einer der Kiffer-Aufkleber (die Domain habe ich geändert, weil ich keine Werbung mache):

19.05.2019 Huch, der Müllberg ist weg

Nachdem irgendwelche Leute den Müllberg an der Wertachbrücke offenbar nach brauchbaren Dingen durchwühlt und dabei wieder einiges in der Landschaft verteilt haben, fing ich gestern schon mal an, den Schrott zum nächsten Mülleimer zu tragen, wobei ich bis abends gut die Hälfte schaffte und heute, bis auf ein paar "Reste", die ich noch am Wertachufer fand, den Ort besenrein hinterließ.

Innerhalb von zwei Tagen "verschwand" der Müllberg auf wundersame Weise:

Was sind das für Leute, die Elektrogeräte in einen Fluss schmeißen?

Fortsetzung folgt ...