Amaro Ameise

Jeder Quadratmeter zählt!

2019 Februar

18.02.2019 Aktion "Blumen statt Müll" am Oberhausener Bahnhof

Offenbar hat die Stadt Augsburg den Stadtteil Oberhausen schon aufgegeben, wie man leicht an der flächendeckenden Verteilung des Müllteppichs ablesen kann. Ich habe aber lieber Blumen statt Müll, weshalb ich schon mal anfange, mit Kreide Blumen zu malen, bevor ich im Frühjahr pflanzen kann ...

Vorher: Müll

Nachher: Blumen

Auch auf der anderen Seite der Brücke neben dem Bahnhof Oberhausen sah es aus wie in der Hölle:

Vorher: Hölle

Nachher: Himmel

23.02.2019 Oberhausen by night

Bei Nacht und Nebel scheint in Oberhausen eine Menge los zu sein, wie ich heute feststellen musste, als ich an der Ecke Hirblinger Straße/Holzweg ein wenig im Gebüsch stöberte, denn hinter wirklich jedem Busch, den ich inspizierte, befand sich ein mehr oder weniger großer Haufen Unrat, den wohl maskierte Verbrecher nachts bei Nebel heimlich dorthin verbringen, um Geld und Mühe zu sparen, denn eigentlich bringt man seinen Bauschutt zu Herrn Thaler, wie man mir beim Wertstoffhof sagte, doch der ist weit draußen in Neusäß und besitzt auch noch die Frechheit, Geld dafür zu verlangen, also wird nicht nur der Bauschutt, sondern auch Sperrmüll und anderer Müll, den man kostenlos beim Wertstoffhof um die Ecke abgeben könnte, auch gleich mit in das Gebüsch um die Ecke gebracht. Manche Hundebesitzer meinen, ihre Umwelt sei ihre persönliche Toilette, so wie die Wiese mit Kacke gespickt war und manche Menschen haben auch kein Problem damit, selbst überall hinzuscheißen ...

Bevor ich anfing, aufzuräumen, habe ich eine kleine Fotoserie von den schönsten Haufen geschossen:

In dieser Gegend stöberte ich herum:

Umkreis von etwa 100 Metern um Jesus herum

Ganz normal vermüllt, wie es neben einer Bank in Oberhausen eben so ausschaut:

Wie immer: Bauschutt neben Kleidercontainer:

Alltäglich: Müll vor dem Glascontainer:

Nichts ungewöhnliches: Überall Plastik im Gebüsch:

Macht jeder: Tempos rumschmeißen:

Üblich: Alte Socken ins Gebüsch werfen:

Künstlerisch wertvoll: Hintern ausputzen und das Klopapier einfach liegen lassen:

Konventionelles Verhalten: Schutt abladen:

Alte menschliche Tradition: Überall kacken:

So vermittelt man Werte: Doppelkorn saufen, Packung ins Gebüsch werfen und oben drauf scheißen:

Ich hab' dann mal angefangen, aufzuräumen:

Wegen Infektionsgefahr eingetütet: Hunde- sowie Menschenkot:

Menge nach einer Stunde Sammeln:

Menge nach zwei Stunden Sammeln:

Zum Schluss noch eine Frage: Wem gehört dieses Auto, welches jemand einfach hier entsorgt hat?

24.02.2018 Oberhausen by day

Heute war ich tagsüber noch einmal an der Hirblinger Straße, denn ich hatte es gestern noch nicht geschafft, alles aus den Grünflächen herauszuholen, was ich gesehen habe, dafür war es viel zu viel. Und weil es so viel ist, war ich mir sicher, dass ich das auch heute auf gar keinen Fall alles schaffe, aber ich arbeite mich Stück für Stück voran, bis ich ein Licht am Ende des Tunnels erkennen kann.

Mit diesem Berg habe ich schon mal angefangen:

Die Reisetasche entnahm ich dem Gebüsch:

Der Blumentopf liegt auch nicht mehr da:

Endlich liegt der Klappstuhl nicht mehr da ;-)

Nachdem ich nur einen kleinen Bruchteil zusammengesammelt hatte, war der Haufen schon riesig:

25.02.2019 Day and night

Ich habe jetzt mal bei der Stadt Augsburg geschaut, was man tun kann, wenn man ein altes Auto findet, welches jemand irgendwo entsorgt und bin fündig geworden. Das Umweltamt ist zuständig:

Nachdem ich die EMail an das Umweltamt geschrieben hatte, bin ich noch mal zur Hirblinger Straße, um dort den Rest des groben Sperrmülls zum Mülleimer zu transferieren, danach kümmerte ich mich um die vielen Schnaps-, Bier-, Sekt- und Weinflaschen, mit denen alle Böschungen übersät waren.

Liegen an jeder Böschung rum: Flaschen:

Pfandgut war auch wieder dabei:

Zum Schluss habe ich noch einen kleinen Hinweis an die Kacke-Fetischisten hinterlassen:

Spätabends war ich noch mal vor Ort, um mich der Beseitigung von ca. 100 kg Bauschutt zu widmen.

In der Gegend Usus: Bauschutt einfach ins nächste Gebüsch entsorgen:

Der Haufen, den ich tags zuvor eingesammelt hatte, wurde dankenswerterweise schon abgeholt, aber nach zwei Stunden war der neue Haufen wieder ähnlich groß, wobei immer noch nicht alles weg ist.

Ich musste das einfach schreiben:

Kunstwerk "Beton in Holzrahmen":

26.02.2019 Jetzt kommt die Feinarbeit

Diesmal gehe ich genau so vor, wie ich es immer tue, zunächst finde ich beim Spazierengehen einen Platz, der total vermüllt ist, dann suche ich mir einen Mülleimer, der mir als Sammelplatz dient, um dann anzufangen, zuerst große und schwere Sachen (z.B. Sperrmüll) aus den Naturflächen zu holen. Danach gehe ich dazu über, die Kleinteile, die mancherorts wie ein Teppich verteilt sind, aufzulesen.

Total cool: Kronkorken herumploppen lassen:

Noch cooler: Kippen rumschnippen:

So viel Müll findet man auf ein paar Quadratmetern Gebüsch, wenn man unter die Blätter schaut:

Übrigens: Irgendjemand scheint mitzuhelfen, denn die rostigen Farbeimer stellte ich nicht dort hin.