Amaro Ameise

Jeder Quadratmeter zählt!

2018 März

03.03.2018 Ich träume schon von Wuffelpuffelz

Heute war ich im Domviertel, um ein wenig an meinem Kunstwerk "Augsburg ohne Scheiß-Aufkleber" zu arbeiten. Da habe ich ein ganzes Nest von Wuffelpuffelz gefunden und etwa ein Dutzend dieser Aufkleber abgerissen und entsorgt. Mista Sed ist ein wirklich hartnäckiger Vertreter der Zunft der Aufkleber-Verteiler, aber so wie ich das sehe, bin ich schneller und werde bald alle entsorgt haben. Ich habe ja im November 2017 sowie im Februar schon mal in Sachen Wuffelpuffelz vorgearbeitet. Übrigens: Die Aufkleber-Aktion mache ich, weil der Müll, den ich sonst aufhebe, unter Schnee liegt. Blumen kann ich auch keine pflanzen, dazu muss erst der Frühling wieder sonnig und warm werden ...

Wuffelpuffel:

E-Mail an Mista Sed:

06.03.2018 Es ist Abend in der Stadt

Wie so oft, konnte ich letzte Nacht wieder nicht schlafen und bin, wie auch schon oft, mindestens zwanzig Kilometer kreuz und quer durch die Stadt gelaufen. Ich war ja früher mal Briefträger. ;-) Hier und da habe ich dabei auch wieder Grünflächen gereinigt, wie z.B. in der Hessenbachstraße und Ecke Bürgermeister-Ackermann-Straße/Luther-King-Straße (Osteria) sowie auch einige Aufkleber in der Stadt entfernt (u.a. auch über ein Dutzend "Wuffelpuffelz"), bis ich dann müde ins Bett fiel.

In der Hessenbachstraße:

Bei der Osteria:

24.03.2018 Pfand gehört neben die Mülltonne

Heute habe ich am Wertachufer und am Kanalufer zwischen Luitpoldbrücke und dem Friedhof in Göggingen den Uferbereich und angrenzende Waldstückchen vom Müll befreit, wobei wieder einiges zusammenkam. Insbesondere fielen mir die vielen Pfandflaschen auf, die man so in die Büsche warf, dass man sie dort - wie auch anderen Unrat - wieder ziemlich aufwendig herausholen muss, was für mich heißt, dass die Leute, die so etwas machen, doppelt asozial handeln. Denn nicht nur Tiere und spielende Kinder können sich an den Scherben der kaputten Flaschen die Füßchen aufschneiden, es können auch Brände durch die Flaschen, die das Sonnenlicht bündeln und konzentrieren, entstehen. Zudem sollte sich mittlerweile bei jedem herumgesprochen haben, dass mittlerweile ganze Armeen von Flaschensammlern unterwegs sind, um ihren mehr als kläglichen Lebensunterhalt aufzubessern. Wenn Sie mal feiern und nicht wirklich darauf angewiesen sind, Pfand gehört neben die Tonne! ;-)

25.03.2018 Ich bin 6,83 groß

Immer, wenn mir beim Aufräumen durch das vielmalige Bücken der Rücken wehtut, mache ich eine kleine "Streckpause", bei der man sich nicht bücken und manchmal sogar nach oben strecken muss. Dann reiße ich die Aufkleber ab, die in der ganzen Stadt an Straßenaternen, Verkehrsschildern und anderen Stellen langsam vor sich hin bröseln und letztendlich die Umwelt als Mikroplastik belasten. Nicht zuletzt geht es bei den Aufkleberaktionen auch nicht wirklich um Kunst, sondern jeder meint, mit dieser Art von Sachbeschädigung eine gratis Werbeplattform für sein Produkt nutzen zu können. Ein kleiner Hinweis an die kleinkriminellen Aufkleberverteiler: Es nützt nichts, die Aufkleber so hoch zu kleben, dass ein normal großer Mensch nicht mehr drankommt, denn erstens kann ich gut klettern und zweitens habe ich zur Not eine Leiter im Keller. Leiter 4,65 + Ich 1,74 + Arm 0,44 = 6,83 m. Mittlerweile habe ich nun 25.000 Aufkleber geschafft, so viele kleben jetzt nicht mehr in Augsburg. Damit habe ich nunmehr fast ein Drittel meiner Aktion "Augsburg ohne Scheiß-Aufkleber" geschafft. Es befinden sich noch ca. 55.000 Stück in der Stadt. Helfen Sie bitte mit, dann geht es schneller. Mein Dank gilt den mindestens drei Menschen, die mir tatkräftig bei der Entsorgung (nicht nur) des Plastikmülls helfen. Ich weiß, dass Ihr da seid und Euch für eine saubere Umwelt einsetzt. Danke!!!

29.03.2018 Die Augsburger Kriminalstatistik

So langsam nähere ich mich der 30.000-Aufkleber-Marke und es ist jetzt schon abzusehen, wohin die Statistik tendiert, nämlich zu unseren allseits beliebten Fußballfans vom FC Augsburg, die etwa die Hälfte aller Aufkleber in Augsburg verklebt haben. Mit ein wenig Abstand folgen dann die Linken mit etwa 20 %. Gleichauf mit jeweils 10 % folgen dann die Wuffelpuffelz und Augsburger "Musiker".

Hier die ganze Statistik:

Echte Künstler haben leider nur 1 % aller Aufkleber verteilt, der traurige Rest war nur Reklame.

Hier die Produkte der fleißigsten Kleber vom FCA:

Nach einem langen Arbeitstag habe ich dann den kleinkriminellen Fußballfans eine EMail geschrieben: