Amaro Ameise

Jeder Quadratmeter zählt!

2018 Juli

02.07.2018 Die große Schweinerei

Gestern nachmittag bin ich los, um ein wenig aufzuräumen. Dafür bin ich bis heute morgen durch die Stadt gelaufen, um links und rechts am Wegrand einiges aufzulesen, was dort nicht hingehört, was aber leider einige gewisse Zeitgenossen überall fallen lassen, damit "die Mami" es für sie wegräumt. Falls Sie sich wundern, warum in Teilen Pfersees, entlang der Ackermannstraße, rund um den Plärrer und nicht zuletzt am Königsplatz viel weniger Müll herumliegt, könnte diese Aktion die Ursache sein. Unterwegs habe ich sogar noch einen Igel gefunden, den ich dann in der Igelseite eingetragen habe. Weil ich gestern die Kamera vergessen habe, bin ich heute für ein paar tolle Bilder nach Pfersee ...

Da, wo viel Müll rumliegt, kann man die adipösen Ratten sogar tagsüber sehen: Augsburg-Pfersee:

Als ich vorhin noch mal wegen der Fotos am Königsplatz war, ist mir aufgefallen, dass die Stadt nun endlich nach über einer Woche gemerkt hat, dass nach den "Augsburger Sommernächten" besonders viel Dreck in den Grünflächen herumlag und zumindest einen Teil des Groben zusammengekehrt hat. Viel Arbeit hatten die nicht, weil sie gewartet haben, bis ich den größten Teil schon erledigt hatte. Mal schauen, ob es hilft, wenn ich in unregelmäßigen Abständen noch mal tagsüber weiter mache, da die Stadt ja offenbar Schwierigkeiten damit hat, u.a. das Müllproblem in den Griff zu bekommen ...

Auch wenn die ganzen Partys am Kö ein paar Blütenpflanzen verschonten, ist noch sehr viel zu tun:

Noch ein kleiner Hinweis an diejenigen, die überall (nicht nur) in Pfersee ihren Hund in Grünflächen scheißen lassen und es partout nicht einsehen, dass sie selbst für die Kot-Entsorgung zuständig sind: Im Mittelalter waren die Menschen angeblich nicht so intelligent wie heute und haben deshalb überall auf die Straße geschissen und sich hinterher gewundert, warum plötzlich alle die Beulenpest kriegen, die großteils durch Flöhe übertragen wurde, die von Ratten auf den Menschen übergesprungen sind. Auch mit Hundescheiße kann man Ratten züchten, denn die dient den Nagern leider auch als Futter. Allen anderen Hundehaltern danke ich ganz herzlich für ihre Weitsicht sowie ihren Gemeinsinn. :-)

In Pfersee hinterließ ich am Hettenbach, wo ich gestern einige Stunden aufräumte, einen Hinweis:

09.07.2018 Ich war sogar auf der Universität

Nicht, daß einer meint, ich wäre intellektuell, denn ich war letzte Nacht nur auf dem Uni-Gelände, um dort auch einmal zu schauen, wie sich die Augsburger Studenten gegenüber der Natur verhalten. Nachmittags bin ich los und habe auf dem Weg schon mal einiges an Müll aufgelesen, der herumlag. Auf dem Uni-Gelände selbst waren die Grünflächen nicht so extrem vermüllt, wie ich es befürchtet hatte, dafür klebten auf dem gesamten Gelände Unmengen an Kunststoffaufklebern, die sich mit der Zeit auflösen und als Mikroplastik für massive Umweltprobleme sorgen können, weshalb ich schon mal einen Großteil entfernt habe. Viele hundert Aufkleber und eine Menge Müll sind jetzt nicht mehr da. Während meiner Arbeit traf ich einen Security-Mitarbeiter, der mich fragte, was ich denn dort treibe. Ich erklärte es ihm und er fing an, zu erzählen, dass es in den Gebäuden noch schlimmer aussehen würde und dass viele Studenten sich wie die Schweine benehmen würden. Ich antwortete darauf, dass einige noch eine Mami brauchen, die ihnen den Hintern abputzen muss, woraufhin er ganz ernergisch nickte. Dann trennten sich unsere Wege und jeder ging wieder seiner Arbeit nach. Als es dunkel wurde, zog eine riesige Rauchwolke an der Uni vorbei und als ich gerade überlegte, wo hin ich wohl die Feuerwehr schicken sollte, hörte ich in der Ferne eine Menge Martinshörner, die in Richtung der Rauchentwicklung fuhren. Auf dem Rückweg kam ich zufällig an der Stelle vorbei. Ein Passant erzählte mir, dass das Möbellager der Caritas brennt, aber keine Personen zu Schaden kamen, weshalb ich beruhigt meinen Weg Richtung Königsplatz fortsetzte, wo ich immer noch Reste der "Sommernächte" in Form von zertretenen Plastikschnapsbechern, Kippenstummeln, Kronkorken und einiger anderer Sachen in den Grünflächen vorfand und diese allesamt in die Müllkübel transferierte. So langsam frage ich mich schon, warum auf jeder Party, die Herr Gribl veranstalten lässt, immer alle möglichen Grünflächen plattgewalzt und extremst vermüllt werden müssen. Ob er das wohl weiß?

Letzte Nacht führte mich mein Weg auch kreuz und quer durch's Uni-Gelände und zum Königsplatz:

Fortsetzung folgt ...