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Wir reparieren Ihren Planeten!

2017

31.01.2017 Die Pflege

Ich nutze gerade das schlechte Wetter, um sowohl mich nach den Turbulenzen der letzten Jahre, als auch meine Homepage zu pflegen. Es fehlen noch an einigen Stellen Dateien, Kommentare und Geschichten, die ich über die vielen Jahre im Zusammenhang mit meiner Arbeit erleben durfte. Doch neulich beim Recherchieren habe ich etwas Wunderbares entdeckt: Die Rathaus-Immo-Connection in Regensburg, die auch maßgeblich an der Zerstörung der Kulturgüter am Peterstor beteiligt war, bekommt jetzt richtig Ärger. Der OB sitzt schon in Haft und der Ex-OB kriegt ein Diszi. Toll!!! Während die schweren Jungs sich im Kittchen Ausreden einfallen lassen, räume ich mal weiter auf.

07.02.2017 Der Sinn meiner Arbeit

Heute habe ich mir eine ca. 3 qm große Grünfläche in der Hermanstraße vorgenommen, die mir schon lange ein Dorn im Auge war, weil sie ständig mit Kippenstummeln und Müll regelrecht übersät war. Oft werde ich gefragt, warum ich diese Arbeit mache, was ich an diesem Beispiel vielleicht ganz gut erklären kann. Meine Arbeit hat mehrere Dinge zum Ziel und ist letztendlich nur Mittel zum Zweck.

Hier der Zustand der Grünfläche vorher (Ausschnitt):

Zweck 1: Schaffung von Kontrasten, um Menschen zum Nachdenken zu bringen

Wenn man es gewohnt ist, seit Jahren immer den Müll in der Baumscheibe vor seinem Lieblingslokal zu sehen, kann es Einen schon ins Grübeln bringen, wenn der Müll plötzlich über Nacht verschwindet. Außerdem wirkt eine vermüllte Fläche ganz anders auf die Augen und dadurch auch auf das Gemüt. Versuchen Sie es selbst einmal, schauen Sie sich eine vermüllte Fläche an und dann eine saubere. ;-)

Hier der Zustand nach der Reinigung:

Zweck 2: Zeigen, dass auch Anderen der Zustand unserer Umwelt nicht gefällt

Wenn man sich die Nachrichten anschaut, könnte man meinen, wir wären regelrecht umzingelt von Terroristen, korrupten Politikern, institutionalsierter Kinderschändung und besoffenen Randalierern. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit, ein viel größerer Anteil von Menschen hätte gerne eine bessere Welt, nicht nur für sich, sondern auch für alle anderen und auch Pflanzen und Tiere. Dummerweise wird uns allen immer eingeredet, dass wir nur Macht hätten, wenn wir reich wären, aber das stimmt überhaupt nicht. Sie haben die Macht, auf Ihre Umgebung positiv einzuwirken und Sie sind auch nicht alleine damit, denn es gibt überall kleine Ameisen, die den Planeten reparieren.

Zu diesem Zweck lasse ich oft einen kleinen Hinweis da:

Zweck 3: Menschen dazu animieren, mitzumachen

Wir alle kennen den inneren Schweinehund, man liegt lieber vor der Glotze, trinkt gemütlich ein Bier oder geht lieber ins Kino oder zum Shoppen und versucht, zu vergessen, dass der Planet kaputt ist. Doch von alleine passiert Nichts, auch die Stadtverwaltung kann nichts dafür, dass viele Leute ihren Müll überall herumschmeißen oder gerne Blumen ausreißen bzw. Beete platt trampeln und zerstören. Vielmehr ist die Stadtverwaltung bemüht, mit immer kleinerem Budget irgendwie ihre Grünflächen zu verwalten. Das Ergebnis sieht man deutlich, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt läuft. :-( Legen Sie einfach los, denn ob Sie warten oder nicht, ob Sie sich ärgern oder nicht, niemand wird vorbeikommen und Ihnen Ihr Ärgernis (z.B. in Form einer vermüllten Baumscheibe) beseitigen. Nie!

Viel Spass wünsche ich Ihnen bei der Reparatur und der Verschönerung unseres Planeten:

08.03.2017 An der Wertach

Schon einige Male habe ich an der Wertach den Müll aus dem Uferbereich herausgeholt, doch die Sauberkeit währte meist nur von kurzer Dauer, da am Fluss fast das ganze Jahr über Grillabende und andere Feiern abgehalten werden, bei denen oftmals viel Alkohol fließt, doch seit ich im Jahr 2014 (auch) dort angefangen habe, ist es über die Zeit doch schon viel weniger geworden. Wenn ich am Anfang pro Quadratmeter fast einen ganzen Eimer voll Flaschen, Plastikmüll, Kippen und Kronkorken aus manchen Ecken geholt habe, so muss ich heute schon mehr als 50 qm ablesen, um auf die selbe Menge zu kommen. Ein Erfolg! Auf der rot markiertes Fläche ist es nun sauber. Doch irgendwann fing es an zu regnen und mir fiel ein, dass ich ja noch zwei Briefe beantworten musste, die man mir vor einiger Zeit schickte ...

Herr Schenck, der Vorsitzende des Stadtjugendrings, fand meine Berichterstattung über das vom SJR veranstaltete Modular-Festival so spannend, dass er mich bat, ihm ein paar Tipps zu geben:
 

Natürlich antwortete ich ihm so ausführlich, wie ich nur konnte und versuchte, nichts auszulassen:

Dann hatte mir unser grüner Umweltreferent, kein geringerer als Reiner Erben, auf meine Bedenken bezüglich der Durchführung des Modular-Festivals im Wittelsbacher Park, eine Antwort geschickt:

Damit er weiß, was ich von seiner Antwort halte, habe ich ihm meine Meinung dazu geschrieben:

Hier der vorherige Zustand des Unterholzes, welches ich in obigem Brief erwähnte (31.05.2016):

Zustand nach der Reiner-Erben-Radikalkur (09.03.2017):

Und damit Sie wissen, worum es geht, hier ->eine kleine Dokumentation des Modular-Festivals 2016.

10.03.2016, Frühmorgens

Ich bin noch auf, es ist drei Uhr morgens und ich sortiere gerade die Bilder vom Modular-Festival. Ich muss die ganze Zeit darüber nachdenken, warum alle so vehement daran festhalten, das Festival unbedingt noch einmal im Wittelsbacher Park durchzuführen. Befürchtungen kommen hoch, dass es über dieses Jahr hinaus auch weiter dort stattfinden soll, denn wie man mir von verantwortlicher Seite schon sagte, ist der Platz ideal, er ist innenstadtnah und doch mitten in der Natur, der Hbf ist nicht weit weg, so ist gesichert, dass auch viele Auswärtige kommen = hohe Besucherzahlen. Und das scheint das Wichtigste an dem Ganzen zu sein, nicht die Qualität, sondern die Quantität. Geld! Mir fielen auch die vielen neu geteerten Wege im Park auf. Jahrzehntelang hat sich keine Sau drum gekümmert, ob sich ein Spaziergänger auf den kaputten Wegen ein Bein bricht und nun wird geteert. In den letzten Monaten habe ich viel recherchiert und dabei fiel mir auf, dass geplant ist, unter der Gögginger Straße (angeblich) eine Tiefgarage zu bauen, weil zwei Investoren, die an dem Parkhaus hinter der Kongresshalle beteiligt sind, im Clinch liegen und das Parkhaus deswegen ungenutzt bleibt. Dubiose Geschichten, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, sollte man meinen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass schon ganz andere Pläne für den Park in der Schublade liegen und die sehen in meiner Vorstellung mindestens grau, riesig, hässlich und auf gar keinen Fall grün aus ...

Ich habe ein paar Fragen, die mich quälten, an den entsprechenden Stellen mit Kreide geschrieben.

20.03.2017 Das Grobe vom Nymphenbrunnen

Heute habe ich mal ein paar Stunden damit zugebracht, den Bereich um den Nymphenbrunnen sauber zu machen. Allein aus den Naturflächen der rot schraffierten Fläche kamen 5 Müllsäcke zusammen:

23.03.2017 Die Grenzen des Machbaren

Heute habe ich die Grünfläche in der Hermanstraße inspiziert, die ich am 07.02. gereinigt habe. Sie sieht wieder aus wie zuvor. Außerdem treten ein- und aussteigende Autofahrer immer darüber, d.h. es ist völlig sinnlos, an dieser Stelle auch nur daran zu denken, eine Blume hätte irgendeine Chance. Nicht jede Fläche eignet sich zum Guerrilla-Gärtnern, man sollte schon vorher genau hinschauen. ;-)

26.03.2017 Frühjahrsputz fängt an

Wie jedes Jahr habe ich auch heuer wieder angefangen, in und um den Nymphenbrunnen den Herbst zusammen zu fegen, Kompostierbares und Müll zu trennen und ein bisschen mit Kreide zu malen. :-)

Einige Blumen, die ich dort eingepflanzt habe (Osterglocken; Primeln etc.), sind schon aufgegangen und blühen auch teilweise. Ich wünsche Ihnen viel Freude, statt Müll Blumen anschauen zu können.

Leider hat die Stadt vergessen, Mülleimer aufzustellen, nachdem sie die 6 Bänke am Brunnen wieder erneuert hat, weshalb ich dann in einer EMail darum bat, damit nicht so viel Müll rumgeworfen wird.

01.04.2017 Bald ist wieder Plärrer

Rund um den Plärrer habe ich wieder einige Säcke voll Müll aus den Grünflächen geholt. Kein Scherz!

05.04.2017 Unter der Oberfläche

Die letzten drei Tage haben wir damit zugebracht, an der Wertachbrücke den Müll, der sich seit der letzten Aktion voriges Jahr mittlerweile wieder aufgetürmt hatte, zu beseitigen. Nachdem der grobe Müll oberflächlich beseitigt war, haben wir angefangen, unter der Oberfläche zu schauen, da seit Jahrzehnten niemand dort aufgeräumt hat und dadurch der Müll langsam mit der Erde darunter vermischt wurde. Hier ein Foto unter der Erde, sozusagen aus der Perspektive eines Regenwurms:

So sah es aus, bevor wir angefangen haben:

Zwei solche Schubkarren voll sind wieder zusammengekommen:

Ich hatte noch zwei Stockrosen im Topf und ein paar Sonnenblumensamen, die ich dort einpflanzte:

Das Ganze noch als Garten deklariert (auch auf russisch und türkisch) und fertig ist das Amaroland:

07.04.2017 Zeichen und Wunder

Ich muss mir diesen Tag rot im Kalender markieren. Die Stadt hat am Nymphenbrunnen jetzt endlich einen Mülleimer aufgestellt. Auch die herbstlichen Laubhaufen aus dem Brunnen wurden nun abgeholt. (Update 12.04.: Gestern habe ich mit einem netten Mann geredet, der wohl am Nymphenbrunnen wohnt und, weil er sich jahrelang über die Müllberge um den Brunnen aufgeregt hat, bei der Stadt um die Aufstellung eines Mülleimers gebeten hatte. Das Argument der Stadt, warum sie dort keinen Mülleimer aufstellen: "Wenn dort ein Kübel steht, wird dann noch mehr Müll herumgeschmissen ..."). Das lasse ich einfach mal unkommentiert auf Sie wirken. Es kommen ab und zu Zeichen und Wunder.

08.04.2017 Ärchäologie

Gestern und heute habe ich einige wenige Stunden damit zugebracht, an der Wertachbrücke den Müll auszugraben. Immerhin bin ich zwei Quadratmeter und etwa einen großen Müllsack weit gekommen. Einige Blumenzwiebeln und -samen, die ich geschenkt bekommen habe, warten noch auf die baldige Pflanzung, aber für die vielen Blumen reicht der Platz nicht, weshalb ich noch mal angreifen muss.

Archäologe:

Geschenkte Zwiebeln und Samen:

Auf dem Heimweg habe ich schon mal angefangen, mich in der Nähe um diesen Haufen zu kümmern:

Diese leckere Matratze, die am Wertachufer lag, passte auch noch oben auf meine Schubkarre:

09.04.2017 Das Bienenfutter

Während ich anderswo Müll auflese, blüht es mittlerweile am Nymphenbrunnen und die Hummeln und Bienen haben endlich dort etwas zu essen, nachdem sich das Grünamt jahrzehntelang Mühe gegeben hat, mit Laubgebläsen und Fahrzeugen in den Grünfläche auch nur jede Blütenpflanze auszurotten. So wie zwischen den Blumen war vorher fast flächendeckend die blanke Erde ohne Bewuchs zu sehen.

Noch ein kleiner Appell: Die Blütenpflanzen sind dazu da, damit unsere heimischen Insekten etwas zu Essen haben und die Chance besteht, dass Sie nicht binnen kurzer Zeit aussterben. Sie sind nicht da für egoistische Gierlappen, die meinen, sich umsonst an Gemeinschaftseigentum zu bereichern und sich gratis überall Blumen abzuschneiden, um sie zu Hause auf den Küchentisch zu stellen. Danke.

16.04.2017 Das Amaroland wächst

Musste ich am Anfang vor über drei Jahren nur wenige Quadratmeter reinigen, um eine stattliche LKW-Ladung Müll aus den Naturflächen zu holen, so komme ich heute um einiges schneller voran. So habe ich in den letzten Tagen weite Strecken des Wertachufers von der Wertachbrücke im Norden bis zur Luitpoldbrücke im Süden als müllfrei deklarieren können. Aber diesmal war es nicht einfach. Tausende von Kippen und Kronkorken sind um wirklich jede Sitzgelegenheit verteilt, um die ich mich gesondert gekümmert habe. Dabei sind etwa 3500 Kippen und 2500 Kronkorken zusammengekommen.

Ohne Werkzeug lassen sich die in den Boden eingetretenen Kronkorken sehr schlecht herausholen.

Jahrelang ist von den Brücken und Wegen der Müll von gewissen Hirnis, aber auch von der Stadt mit den Blättern mittels Laubgebläsen an die Uferböschungen gelangt. Weder die Stadt, die auf Anfrage über die Zuständigkeit auf das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth verwies, noch das vorher besagte Wasserwirtschaftsamt, noch eine nennenswerte Anzahl von Bürgern haben diese Bereiche gereinigt. Und deshalb sieht es mehr oder weniger flächendeckend an den Stränden der Wertach etwa so aus:

Besonders lecker sieht es unter den Brücken aus. Hier unter der Brücke, die zum Plärrer führt:

Appellieren Sie bitte an Ihre Kinder, sich von den Brücken fernzuhalten, dort liegen überall offene Nadeln herum. Leider sieht es auch an einigen zugänglichen Uferbereichen in Oberhausen so aus. Deshalb benutze ich Werkzeug und arbeite sehr vorsichtig, um mich nicht in Gefahr zu begeben.

Hier und da machen die o.g. Hirnis auch Kaka, damit andere die Flussauen besser genießen können:

Sie sehen, es ist keine leichte Arbeit. Wie ich übrigens den Tisch wieder aus dem Fluss bekommen soll, weiß ich noch nicht. Meine Gummistiefel sind zu kurz und für barfuß ist es zur Zeit zu kalt. ;-)

Hier eine kleine Statistik: 3 Autoreifen, 2 kaputte Fahrräder, eine gammlige Matratze, mehrere Heroinspritzen, ein paar tausend Kippen und Kronkorken, ein Computermonitor, diverser Sperrmüll und ein paar Säcke mit gemischtem Müll waren die Ausbeute von etwas mehr als 24 Arbeitsstunden.

17.04.2017 Es ist wieder Plärrer

Es ist wieder Augsburger Plärrer, deshalb haben gestern die Lederhosen wieder angefangen, rund um das Plärrergelände ihren Müll, ihre Kacke und ihre Kotze überall zu verteilen. Den Nymphenbrunnen und die Grünflächen drumherum hab' ich heute wieder gereinigt und einen kleinen Hinweis dagelassen:

20.04.2017 Am Kanal

Heute habe ich mich mal wieder um die Uferböschungen von Wertach und Kanal gekümmert. Wenn Sie zufällig den Schriftzug "www.amaroland.de" mit Kreide entdeckt haben, war ich schon da und habe in der Umgebung alles aus den Grünflächen herausgeholt, was "Menschen" dort hineinwarfen.

22.04.2017 Der Nymphenbrunnen im Wandel der Zeit

Im Herbst 2014 haben wir den "langen Pflanzstreifen" am Nymphenbrunnen von der Stadt Augsburg überlassen bekommen, um ihn ehrenamtlich bewirtschaften zu können. Eine kleine Zwischenbilanz:

29.04.2017 Heute war ich wieder fleißig

An der Wertachbrücke habe ich noch einige Blumen gepflanzt und gesät, damit sich dort im Sommer die Bienen und Hummeln tummeln können. Auch an der Wertach habe ich wieder einige Stunden damit zugebracht, den Müll, der dort teilweise schon seit einigen vielen Jahrzehnten liegt, herauszuholen. Zwischendurch habe ich noch einen der vielen Ableger unserer Zimmer-Grünlilie eingetopft und zum Verschenken auf einen Stromkasten an der Luitpoldbrücke gestellt. Sie war nach 5 Minuten weg. ;-) Ich werde demnächst noch mehr Pflanzen verschenken, weil wir gar nicht so viel Platz haben und sich bestimmt jemand freut, gratis (nicht nur) an Zimmerpflanzen zu kommen. Das sieht dann so aus:

30.04.2017 Ganz Deutschland gemäht

Der Rasen war heute dran. Nachher war ich so fertig, als wenn ich ganz Deutschland gemäht hätte.

10.05.2017 Eine Schubkarre voller Gänseblümchen

Nicht nur diese Gänseblümchen, auch viele Zwiebeln und andere Pflanzen haben wir mal wieder im Grüngutcontainer auf dem Friedhof gefunden und einiges schon am Nymphenbrunnen eingepflanzt.

Auf dem Rückweg habe ich in der Nähe des Plärrers noch ein wenig Müll aus dem Gebüsch geräumt, als ich einen riesigen Berg verblühter Narzissen fand, die offensichtlich jemand illegal am Holzbach entsorgte. Nachdem ich das Laub schon entfernt hatte, passten die Zwiebeln immer noch nicht alle auf die Schubkarre. Eine Zählung ergab über 1000 Stück. Wer wirft so viele Blumen einfach weg?

15.05.2017 In der Dammstraße

In den letzten Tagen habe ich damit zugebracht, in der Dammstraße zwischen altem Postzentrum und dem Bahndamm für Ordnung zu sorgen. Dabei kam wieder einiges aus den Naturflächen heraus:

Für eine kleine Minderheit der Müllschweine habe ich dann noch einen kleinen Hinweis dagelassen ;-)

15.05.2017 Das "Flammende Käthchen"

Unsere Wohnung ist schon fast ein undurchdringlicher Urwald geworden und die Pflanzen bekommen am laufenden Meter jede Menge Kinder, für die der Platz nicht reicht, weshalb ich mich nun dazu entschlossen habe, einige Pflanzen zurückzuschneiden, zu teilen und die Stecklinge zu verschenken. Ich habe mal mit dem "Flammenden Käthchen" (Lat.: Kalanchoe blossfeldiana) angefangen. Falls Sie eine gefunden und mit nach Hause genommen haben, so wünsche ich Ihnen viel Freude damit. :-)

PS: In jedem Blumentopf befindet sich als Unterlage Lavagranulat, um Staunässe zu vermeiden, da die Pflanzen empfindlich darauf reagieren. Oben drauf habe ich dann mit Kakteenerde aufgefüllt. Ich denke, dass die Pflanzen damit am besten klarkommen. Über Feedback freue ich mich natürlich.

19.05.2017 Keine Scheiße mehr

Bei Facebook hat jemand geschrieben, dass in der Haydnstraße und in der Petelstraße in Augsburg so viele Tretminen rumliegen, so dass man fast nirgends mehr hintreten kann. Ich war eben mal da:

Und das war das Ergebnis der Reinigung. Ich hoffe, ich habe im Dunkeln keine Häufchen übersehen:

Mal sehen, ob sich der Hundescheißefreak noch traut, weiter den ganzen Bürgersteig vollzuscheißen.

20.05.2017 Modular-Festival zuscheißen

Bald ist es wieder so weit, das Modular-Festival findet auch dieses Jahr im Landschaftsschutzgebiet Wittelsbacher Park statt. Sowohl die Veranstalter, als auch die Gäste stehen auf Scheiße, Müll, umgepflügte Natur und alles, was Naturschweine sonst lieben. Deshalb möchten wir dem Festival einen herzlichen Empfang und vor allem die nötigen Rahmenbedingungen bieten. Was eignet sich dafür am besten? Scheiße! Scheiße ist ein hervorragender Dünger, biologisch abbaubar und obendrein eine wunderbare Grundlage, darauf ein Müllschweine-Festival zu veranstalten. Darum, liebe Augsburger Hundebesitzer, vergessen Sie einfach Ihre Hundekotbeutel, wenn Sie im Wittelsbacher Park Gassi gehen und scheißen Sie überall nach Herzenslust hin, wo bald die Festivalgäste Müll verteilen, alles platt trampeln und die Vögel verscheuchen. Die Veranstaltung dauert bis zum 14.06.2017, 19.00 h. Eine detaillierte Karte des Geländes, wo genau hingeschissen werden soll, finden Sie ---> hier.

23.05.2017 Liebe Stadt Augsburg, ...

ich weiß ja, dass Sie hier regelmäßig vorbeischauen, weshalb ich Ihnen auf diesem Wege schreibe. Zum x-ten Mal habe ich vorgestern am Wertachufer hinter dem Tierheim an der Baustelle der Ackermannbrücke den Müll aus den Grünflächen geräumt. Ich arbeitete ungefähr zwölf Stunden lang. Dabei kam wieder ein großer Haufen zusammen, den ich beim Plärrerbad zur Abholung bereitstellte. Heute habe ich noch einmal nachgeschaut, wie der Platz in der Zwischenzeit wieder aussieht und Sie werden kaum glauben, wenn ich Ihnen erzähle, was ich dort vorgefunden habe. Es war total sauber! Trotz dass offenbar gestern wieder ein Gelage der Obdachlosen und Alkoholiker der Stadt dort stattfand, bei dem reichlich Bier und Schnaps floss, haben die Leute nichts herumgeworfen, sondern ihren ganzen Müll in den Kübel gepackt, den ich ihnen freundlicherweise bereitgestellt habe, nachdem ich nun seit drei Jahren erfolglos bei Ihnen darum bitte und bettele, dass an diesem Platz endlich ein Mülleimer aufgestellt wird. Ihre Antwort war, dass "das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth zuständig" sei, als wenn irgendjemand glaubt, dass jemand aus Donauwörth kommen würde und an diesem Platz in Augsburg einen Mülleimer aufstellen oder sogar die Uferbereiche säubern würde. Wenn ich Sie in die Realität zurückholen darf: Sie schauen tatenlos zu, wie Bürger Ihrer Stadt abstürzen, eine Perspektive können Sie offenbar sowieso nicht bieten und das Einzige, was Ihnen zu diesem Thema einfällt ist, den Leuten wegen Biertrinkens ein Ordnungsgeld zu verhängen. Glauben Sie, diese Leute würden trinken, weil sie nicht genug Druck haben? Eher das Gegenteil ist der Fall. Jetzt möchte ich um zwei Dinge bitten. Erstens: Stellen Sie bitte endlich einen Mülleimer dort auf verbunden mit dem Service, diesen auch regelmäßig zu leeren, um Müllberge am Ufer zu verhindern. Zweitens: Hören Sie endlich auf, diese Leute unter Druck zu setzen, die sind schon fertig genug.

Ich kann Ihnen ja mal erzählen, was ich gemacht habe: Ich habe diesen Leuten ein wenig Geld geschenkt, damit sie sich ein Stück Brot kaufen können. Ihre Behörden haben ja nichts besseres zu tun, als die Menschen noch tiefer in die Schuldenfalle und ins Unglück zu stürzen sowie mit üblen Sanktionen zu belegen, weil sie "selbstverschuldet arbeitslos sind". Glauben Sie, dass man schwere Alkoholiker in eine Arbeit bringt, indem man ihnen auch noch das letzte bisschen Würde nimmt? Ich habe selbst über sechs Jahre lang auf der Straße gelebt und weiß, wovon ich spreche. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen, Markus Frowein

Gesäuberter Bereich (rot schraffiert):

So viel kam zusammen:

PS: Wenn Sie die 75.000 Euro, die Sie jährlich dafür ausgeben, dass das Modular-Festival ein Landschaftsschutzgebiet plattwalzt und vermüllt und damit einhergehend eine neue Generation von CSU-Stammtisch-Säufern herangezüchtet wird, mir in Verbindung mit einer Tätigkeit als Umwelt- und Streetworker auszahlen würden, dann würde Ihre Stadt nicht ganz so verschissen aussehen.

24.05.2017 Die Aufgabe des Brunnens

So, nachdem jetzt täglich hundert Hunde unsere Blumen am Nymphenbrunnen totgepinkelt, wöchentlich zwei besoffene Randalierer die Pflanzen abgerissen, monatlich ein Depp in die Beete geschissen und jährlich mehrmals die Stadt eine Tonne Streusalz hinein gekippt hat, haben wir beschlossen, aufzugeben! Man kann sich auch anders ständigen Ärger verschaffen. Jetzt reichts!

28.05.2017 Das Plärrergelände

Kurz vor jedem Plärrer wird das Plärrergelände immer schön von der Stadt herausgeputzt, damit der Oberbierfassanstecher Gribl und seine Saufkumpanen von der Lederhosenfraktion nicht den ganzen Müll sehen müssen, der im gesamten übrigen Jahr in den Grünflächen des Festgeländes herumliegt. Damit das nicht so bleibt, habe ich heute - zum wiederholten Male - angefangen, den Müll aus den Grünflächen herauszuklauben und auf meinem neuen Müllhaufen in der Holzbachstraße zu deponieren. Es kam dabei wieder eine ganze Wagenladung zusammen, wie man auf diesem Foto erkennen kann:

Update 29.05.2017: Ich habe heute mal ein paar Fotos auf dem Plärrergelände gemacht, damit Sie sehen, um was es geht. Folgende Faustregel gilt: Je höher das Gras, desto größer der Müllberg. :-(

Da muss ich wohl noch mal mit der Schubkarre anrücken. Aber heute nachmittag war's zu heiß ...

Update 30.05.2017: Ein paar Sachen habe ich vom Plärrer schon mal mitgenommen und aufgehäuft:

Der Haufen wächst langsam, aber sicher. So viel kam schon zusammen, wobei ich bis jetzt nur wenige Gebüsche und Grünflächen gereinigt habe:

Das sind mutmaßlich die Typen, die immer die Kleidercontainer plündern und die übrigen Sachen, die sie nicht brauchen, in die Büsche schmeißen:

Update 06.06.2017: Gestern habe ich noch einmal einige Stunden lang angegriffen, den Sperrmüll, den jemand auf den Wiesen am Holzbachkanal abgeladen hat, eine ganze Schubkarre voller Hausmüll vom Plärrergelände und vieles mehr aus dem Umkreis von etwa 500 Metern zusammenzuklauben und am Plärrerbad aufzuhäufen. Folgende E-Mail an die AWS ist der vorläufige Abschluss dieser Aktion: