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Wir reparieren Ihren Planeten!

2017 Mai

10.05.2017 Eine Schubkarre voller Gänseblümchen

Nicht nur diese Gänseblümchen, auch viele Zwiebeln und andere Pflanzen haben wir mal wieder im Grüngutcontainer auf dem Friedhof gefunden und einiges schon am Nymphenbrunnen eingepflanzt.

Auf dem Rückweg habe ich in der Nähe des Plärrers noch ein wenig Müll aus dem Gebüsch geräumt, als ich einen riesigen Berg verblühter Narzissen fand, die offensichtlich jemand illegal am Holzbach entsorgte. Nachdem ich das Laub schon entfernt hatte, passten die Zwiebeln immer noch nicht alle auf die Schubkarre. Eine Zählung ergab über 1000 Stück. Wer wirft so viele Blumen einfach weg?

15.05.2017 In der Dammstraße

In den letzten Tagen habe ich damit zugebracht, in der Dammstraße zwischen altem Postzentrum und dem Bahndamm für Ordnung zu sorgen. Dabei kam wieder einiges aus den Naturflächen heraus:

Für eine kleine Minderheit der Müllschweine habe ich dann noch einen kleinen Hinweis dagelassen. ;-)

15.05.2017 Das "Flammende Käthchen"

Unsere Wohnung ist schon fast ein undurchdringlicher Urwald geworden und die Pflanzen bekommen am laufenden Meter jede Menge Kinder, für die der Platz nicht reicht, weshalb ich mich nun dazu entschlossen habe, einige Pflanzen zurückzuschneiden, zu teilen und die Stecklinge zu verschenken. Ich habe mal mit dem "Flammenden Käthchen" (Lat.: Kalanchoe blossfeldiana) angefangen. Falls Sie eine gefunden und mit nach Hause genommen haben, so wünsche ich Ihnen viel Freude damit. :-)

PS: In jedem Blumentopf befindet sich als Unterlage Lavagranulat, um Staunässe zu vermeiden, da die Pflanzen empfindlich darauf reagieren. Oben drauf habe ich dann mit Kakteenerde aufgefüllt. Ich denke, dass die Pflanzen damit am besten klarkommen. Über Feedback freue ich mich natürlich.

19.05.2017 Keine Scheiße mehr

Bei Facebook hat jemand geschrieben, dass in der Haydnstraße und in der Petelstraße in Augsburg so viele Tretminen rumliegen, so dass man fast nirgends mehr hintreten kann. Ich war eben mal da:

Und das war das Ergebnis der Reinigung. Ich hoffe, ich habe im Dunkeln keine Häufchen übersehen:

Mal sehen, ob sich der Hundescheißefreak noch traut, weiter den ganzen Bürgersteig vollzuscheißen.

23.05.2017 Liebe Stadt Augsburg, ...

ich weiß ja, dass Sie hier regelmäßig vorbeischauen, weshalb ich Ihnen auf diesem Wege schreibe. Zum x-ten Mal habe ich vorgestern am Wertachufer hinter dem Tierheim an der Baustelle der Ackermannbrücke den Müll aus den Grünflächen geräumt. Ich arbeitete ungefähr zwölf Stunden lang. Dabei kam wieder ein großer Haufen zusammen, den ich beim Plärrerbad zur Abholung bereitstellte. Heute habe ich noch einmal nachgeschaut, wie der Platz in der Zwischenzeit wieder aussieht und Sie werden kaum glauben, wenn ich Ihnen erzähle, was ich dort vorgefunden habe. Es war total sauber! Trotz dass offenbar gestern wieder ein Gelage der Obdachlosen und Alkoholiker der Stadt dort stattfand, bei dem reichlich Bier und Schnaps floss, haben die Leute nichts herumgeworfen, sondern ihren ganzen Müll in den Kübel gepackt, den ich ihnen freundlicherweise bereitgestellt habe, nachdem ich nun seit drei Jahren erfolglos bei Ihnen darum bitte und bettele, dass an diesem Platz endlich ein Mülleimer aufgestellt wird. Ihre Antwort war, dass "das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth zuständig" sei, als wenn irgendjemand glaubt, dass jemand aus Donauwörth kommen würde und an diesem Platz in Augsburg einen Mülleimer aufstellen oder sogar die Uferbereiche säubern würde. Wenn ich Sie in die Realität zurückholen darf: Sie schauen tatenlos zu, wie Bürger Ihrer Stadt abstürzen, eine Perspektive können Sie offenbar sowieso nicht bieten und das Einzige, was Ihnen zu diesem Thema einfällt ist, den Leuten wegen Biertrinkens ein Ordnungsgeld zu verhängen. Glauben Sie, diese Leute würden trinken, weil sie nicht genug Druck haben? Eher das Gegenteil ist der Fall. Jetzt möchte ich um zwei Dinge bitten. Erstens: Stellen Sie bitte endlich einen Mülleimer dort auf verbunden mit dem Service, diesen auch regelmäßig zu leeren, um Müllberge am Ufer zu verhindern. Zweitens: Hören Sie endlich auf, diese Leute unter Druck zu setzen, die sind schon fertig genug.

Ich kann Ihnen ja mal erzählen, was ich gemacht habe: Ich habe diesen Leuten ein wenig Geld geschenkt, damit sie sich ein Stück Brot kaufen können. Ihre Behörden haben ja nichts besseres zu tun, als die Menschen noch tiefer in die Schuldenfalle und ins Unglück zu stürzen sowie mit üblen Sanktionen zu belegen, weil sie "selbstverschuldet arbeitslos sind". Glauben Sie, dass man schwere Alkoholiker in eine Arbeit bringt, indem man ihnen auch noch das letzte bisschen Würde nimmt? Ich habe selbst über sechs Jahre lang auf der Straße gelebt und weiß, wovon ich spreche. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen, Markus Frowein

Gesäuberter Bereich (rot schraffiert):

So viel kam zusammen:

PS: Wenn Sie die 75.000 Euro, die Sie jährlich dafür ausgeben, dass das Modular-Festival ein Landschaftsschutzgebiet plattwalzt und vermüllt und damit einhergehend eine neue Generation von CSU-Stammtisch-Säufern herangezüchtet wird, mir in Verbindung mit einer Tätigkeit als Umwelt- und Streetworker auszahlen würden, dann würde Unsere Stadt nicht ganz so verschissen aussehen.

24.05.2017 Die Fake-Aufgabe des Brunnens

Nach meiner ausführlichen Berichterstattung über das Modular-Festival und den begleitenden Krieg mit allen möglichen Verteidigern des Spaßes an der Zerstörung eines Landschaftsschutzgebietes sind plötzlich massiv die Pflanzen am Nymphenbrunnen mutwillig durch Abreißen, Zertrampeln und andere Maßnahmen zerstört worden. Natürlich hatte das nichts mit den friedlichen Modular-Leuten zu tun. Mein Gefühl sagte mir, dass der Platz verloren war, weil diese Leute nicht damit aufhören würden. Um für die Rettung (Ausgraben!) der Pflanzen etwas Zeit zu gewinnen, nahm ich alle Berichte vom Nymphenbrunnen vom Netz und schrieb folgendes, was dazu führte, dass die Zerstörung aufhörte:

"24.05.2017 Die Aufgabe des Brunnens

So, nachdem jetzt täglich hundert Hunde unsere Blumen am Nymphenbrunnen totgepinkelt, wöchentlich zwei besoffene Randalierer die Pflanzen abgerissen, monatlich ein Depp in die Beete geschissen und jährlich mehrmals die Stadt eine Tonne Streusalz hinein gekippt hat, haben wir beschlossen, aufzugeben! Man kann sich auch anders ständigen Ärger verschaffen. Jetzt reichts!"

Die EMail war echt und sogar der Text entspricht dem, was wir über viele Monate dort ständig erlebt haben, ich hatte Sie aber schon ein halbes Jahr vorher an das Grünamt geschickt, weil ich das Gefühl hatte, dass auch das Amt mutwillig meine Pflanzen beschädigte. Kaum hatte ich meine ehrenamtliche Tätigkeit offiziell eingestellt, hielt sich auch die Zerstörung der Stadt in Grenzen ...

Mit einem Fotobearbeitungsprogramm entfernte ich das Datum dieser EMail wegen gewisser Psychos:

28.05.2017 Das Plärrergelände

Kurz vor jedem Plärrer wird das Plärrergelände immer schön von der Stadt herausgeputzt, damit der Oberbierfassanstecher Gribl und seine Saufkumpanen von der Lederhosenfraktion nicht den ganzen Müll sehen müssen, der im gesamten übrigen Jahr in den Grünflächen des Festgeländes herumliegt. Damit das nicht so bleibt, habe ich heute - zum wiederholten Male - angefangen, den Müll aus den Grünflächen herauszuklauben und auf meinem neuen Müllhaufen in der Holzbachstraße zu deponieren. Es kam dabei wieder eine ganze Wagenladung zusammen, wie man auf diesem Foto erkennen kann:

Update 29.05.2017: Ich habe heute mal ein paar Fotos auf dem Plärrergelände gemacht, damit Sie sehen, um was es geht. Folgende Faustregel gilt: Je höher das Gras, desto größer der Müllberg. :-(

Da muss ich wohl noch mal mit der Schubkarre anrücken. Aber heute nachmittag war's zu heiß ...

Update 30.05.2017: Ein paar Sachen habe ich vom Plärrer schon mal mitgenommen und aufgehäuft:

Der Haufen wächst langsam, aber sicher. So viel kam schon zusammen, wobei ich bis jetzt nur wenige Gebüsche und Grünflächen gereinigt habe:

Das sind mutmaßlich die Typen, die immer die Kleidercontainer plündern und die übrigen Sachen, die sie nicht brauchen, in die Büsche schmeißen: