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Wir reparieren Ihren Planeten!

2017 April

01.04.2017 Bald ist wieder Plärrer

Rund um den Plärrer habe ich wieder einige Säcke voll Müll aus den Grünflächen geholt. Kein Scherz!

05.04.2017 Unter der Oberfläche

Die letzten drei Tage haben wir damit zugebracht, an der Wertachbrücke den Müll, der sich seit der letzten Aktion voriges Jahr mittlerweile wieder aufgetürmt hatte, zu beseitigen. Nachdem der grobe Müll oberflächlich beseitigt war, haben wir angefangen, unter der Oberfläche zu schauen, da seit Jahrzehnten niemand dort aufgeräumt hat und dadurch der Müll langsam mit der Erde darunter vermischt wurde. Hier ein Foto unter der Erde, sozusagen aus der Perspektive eines Regenwurms:

So sah es aus, bevor wir angefangen haben (Bild vom 31.03.2017):

Zwei solche Schubkarren voll sind wieder zusammengekommen:

Ich hatte noch zwei Stockrosen im Topf und ein paar Sonnenblumensamen, die ich dort einpflanzte:

Das Ganze noch als Garten deklariert (auch auf russisch und türkisch) und fertig ist das Amaroland:

07.04.2017 Zeichen und Wunder

Ich muss mir diesen Tag rot im Kalender markieren. Die Stadt hat am Nymphenbrunnen jetzt endlich einen Mülleimer aufgestellt. Auch die herbstlichen Laubhaufen aus dem Brunnen wurden nun abgeholt. Vielleicht hat es ja geholfen, dass ich neulich mal eine "Bitte-EMail" an die Stadt geschickt habe. (Update 12.04.: Gestern habe ich mit einem netten Mann geredet, der wohl am Nymphenbrunnen wohnt und, weil er sich jahrelang über die Müllberge um den Brunnen aufgeregt hat, bei der Stadt um die Aufstellung eines Mülleimers gebeten hatte. Das Argument der Stadt, warum sie dort keinen Mülleimer aufstellen: "Wenn dort ein Kübel steht, wird dann noch mehr Müll herumgeschmissen ..."). Das lasse ich einfach mal unkommentiert auf Sie wirken. Es kommen ab und zu Zeichen und Wunder.

08.04.2017 Ärchäologie

Gestern und heute habe ich einige wenige Stunden damit zugebracht, an der Wertachbrücke den Müll auszugraben. Immerhin bin ich zwei Quadratmeter und etwa einen großen Müllsack weit gekommen. Einige Blumenzwiebeln und -samen, die ich geschenkt bekommen habe, warten noch auf die baldige Pflanzung, aber für die vielen Blumen reicht der Platz nicht, weshalb ich noch mal angreifen muss.

Archäologe:

Geschenkte Zwiebeln und Samen:

Auf dem Heimweg habe ich schon mal angefangen, mich in der Nähe um diesen Haufen zu kümmern:

Diese leckere Matratze, die am Wertachufer lag, passte auch noch oben auf meine Schubkarre:

09.04.2017 Das Bienenfutter

Während ich anderswo Müll auflese, blüht es mittlerweile am Nymphenbrunnen und die Hummeln und Bienen haben endlich dort etwas zu essen, nachdem sich das Grünamt jahrzehntelang Mühe gegeben hat, mit Laubgebläsen und Fahrzeugen in den Grünfläche auch nur jede Blütenpflanze auszurotten. So wie zwischen den Blumen war vorher fast flächendeckend die blanke Erde ohne Bewuchs zu sehen.

Noch ein kleiner Appell: Die Blütenpflanzen sind dazu da, damit unsere heimischen Insekten etwas zu Essen haben und die Chance besteht, dass Sie nicht binnen kurzer Zeit aussterben. Sie sind nicht da für egoistische Gierlappen, die meinen, sich umsonst an Gemeinschaftseigentum zu bereichern und sich gratis überall Blumen abzuschneiden, um sie zu Hause auf den Küchentisch zu stellen. Danke.

16.04.2017 Das Amaroland wächst

Musste ich am Anfang vor über drei Jahren nur wenige Quadratmeter reinigen, um eine stattliche LKW-Ladung Müll aus den Naturflächen zu holen, so komme ich heute um einiges schneller voran. So habe ich in den letzten Tagen weite Strecken des Wertachufers von der Wertachbrücke im Norden bis zur Luitpoldbrücke im Süden als müllfrei deklarieren können. Aber diesmal war es nicht einfach. Tausende von Kippen und Kronkorken sind um wirklich jede Sitzgelegenheit verteilt, um die ich mich gesondert gekümmert habe. Dabei sind etwa 3500 Kippen und 2500 Kronkorken zusammengekommen.

Ohne Werkzeug lassen sich die in den Boden eingetretenen Kronkorken sehr schlecht herausholen:

Jahrelang ist von den Brücken und Wegen der Müll von gewissen Hirnis, aber auch von der Stadt mit den Blättern mittels Laubgebläsen an die Uferböschungen gelangt. Weder die Stadt, die auf Anfrage über die Zuständigkeit auf das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth verwies, noch das vorher besagte Wasserwirtschaftsamt, noch eine nennenswerte Anzahl von Bürgern haben diese Bereiche gereinigt. Und deshalb sieht es mehr oder weniger flächendeckend an den Stränden der Wertach etwa so aus:

Besonders lecker sieht es unter den Brücken aus. Hier unter der Brücke, die zum Plärrer führt:

Appellieren Sie bitte an Ihre Kinder, sich von den Brücken fernzuhalten, dort liegen überall offene Nadeln herum. Leider sieht es auch an einigen zugänglichen Uferbereichen in Oberhausen so aus. Deshalb benutze ich Werkzeug und arbeite sehr vorsichtig, um mich nicht in Gefahr zu begeben. Die Spritzen stecke ich in Flaschen mit Deckel, damit sich auch niemand anders daran verletzen kann.

Hier und da machen die o.g. Hirnis auch Kaka, damit andere die Flussauen besser "genießen" können:

Sie sehen, es ist keine leichte Arbeit. Wie ich übrigens den Tisch wieder aus dem Fluss bekommen soll, weiß ich noch nicht. Meine Gummistiefel sind zu kurz und für barfuß ist es zur Zeit zu kalt. ;-)

Hier eine kleine Statistik: 3 Autoreifen, 2 kaputte Fahrräder, eine gammlige Matratze, mehrere Heroinspritzen, ein paar tausend Kippen und Kronkorken, ein Computermonitor, diverser Sperrmüll und ein paar Säcke mit gemischtem Müll waren die Ausbeute von etwas mehr als 24 Arbeitsstunden.

17.04.2017 Es ist wieder Plärrer

Es ist wieder Augsburger Plärrer, deshalb haben gestern die Lederhosen wieder angefangen, rund um das Plärrergelände ihren Müll, ihre Kacke und ihre Kotze überall zu verteilen. Den Nymphenbrunnen und die Grünflächen drumherum hab' ich heute wieder gereinigt und einen kleinen Hinweis dagelassen:

20.04.2017 Am Kanal

Heute habe ich mich mal wieder um die Uferböschungen von Wertach und Kanal gekümmert. Wenn Sie zufällig den Schriftzug "www.amaroland.de" mit Kreide entdeckt haben, war ich schon da und habe in der Umgebung alles aus den Grünflächen herausgeholt, was "Menschen" dort hineinwarfen.

22.04.2017 Der Nymphenbrunnen im Wandel der Zeit

Im Herbst 2014 haben wir den "langen Pflanzstreifen" am Nymphenbrunnen von der Stadt Augsburg überlassen bekommen, um ihn ehrenamtlich bewirtschaften zu können. Eine kleine Zwischenbilanz:

29.04.2017 Heute war ich wieder fleißig

An der Wertachbrücke habe ich noch einige Blumen gepflanzt und gesät, damit sich dort im Sommer die Bienen und Hummeln tummeln können. Auch an der Wertach habe ich wieder einige Stunden damit zugebracht, den Müll, der dort teilweise schon seit einigen vielen Jahrzehnten liegt, herauszuholen. Zwischendurch habe ich noch einen der vielen Ableger unserer Zimmer-Grünlilie eingetopft und zum Verschenken auf einen Stromkasten an der Luitpoldbrücke gestellt. Sie war nach 5 Minuten weg. ;-) Ich werde demnächst noch mehr Pflanzen verschenken, weil wir gar nicht so viel Platz haben und sich bestimmt jemand freut, gratis (nicht nur) an Zimmerpflanzen zu kommen. Das sieht dann so aus:

30.04.2017 Ganz Deutschland gemäht

Der Rasen war heute dran. Nachher war ich so fertig, als wenn ich ganz Deutschland gemäht hätte.