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2016 August

19.08.2016 Aufkleber und Wertachufer

Heute habe ich mal wieder eine Plastikaufkleberabreißaktion durchgeführt, bei der bei weitem mehr als 100 Aufkleber der Mülltonne zum Opfer fielen. Ich habe dabei nur noch 6 Aufkleber der Fahrraddemo, die wegen der Verantwortungslosigkeit der Veranstalter keine Fahraddemo ist, gefunden. Offenbar geht den Plastikmüll-Fetischisten der "Critical Mass" das Material aus ...

Später bin ich, mit meiner Kamera bewaffnet, noch einmal zur Wertach zwischen Ackermannbrücke und Tierheim gegangen, um das, was ich neulich dort gesehen habe, zu dokumentieren. Nachdem ich schon mehrmals dort aufgeräumt habe, sieht es mittlerweile in den Naturflächen wieder so aus:

Ich habe dann auch gleich angefangen, aufzuräumen, aber gegen Mitternacht hatte ich dann genug davon. Immerhin sind dabei schon einige Tüten aus dem Gebüsch verschwunden, die ich zur Abholung durch die AWS an der Ackermannstraße bereitgestellt habe. Aber ich bin noch lange nicht fertig.

So viel kam bis Mitternacht zusammen:

20.08.2016 Am Wertachufer ist noch viel Arbeit übrig

Gestern im Dunklen habe ich mich nicht die Böschung hinunter getraut, weil die so steil ist und ich abstürzen könnte. Außerdem hätte ich sowieso nichts gesehen und war dann auch zu müde, deshalb habe ich mich heute mit der Kamera auf den Weg gemacht, um die Impressionen vom Wertachufer auf meine Speicherkarte zu bannen, damit ich Ihnen zeigen kann, um welche Dimensionen es geht. Nicht nur die Alkoholiker, die dort ständig sitzen (und offenbar den Großteil des Mülls produzieren), auch Kleingärtner laden ihren mit Plastik versetzen Kompost dort ab, Bauarbeiter, die keine Lust hatten, ihre Teerbrocken und anderen Bauschutt regulär zu entsorgen, Leute, die große Mengen an Kinderspielzeug die Böschung hinunter warfen und zu guter letzt irgendwelche Heroinabhängigen, die regelmäßig ihre gebrauchten Spritzen am Ufer liegen lassen. Zum Vergößern auf die Bilder klicken:

Auch um die nahegelegene Tankstelle herum sieht es im Gebüsch auch nicht besser aus:

Apropos Tankstelle, vor etwa 6 Wochen habe ich schon mal eine ähnliche Aktion durchgeführt und einen riesigen Müllhaufen auf der städtischen Freifläche zwischen Tankstelle und Kreuzung deponiert. Die Tankstellenpächterin hatte daraufhin die Polizei alarmiert, weil sie "mit dem Müll nicht in Verbindung gebracht werden wollte". Die Polizisten kündigten an, mir deswegen eine Anzeige zu schreiben, wofür, konnten oder wollten sie mir aber nicht sagen. Ich habe ihnen gesagt, dass sie das gerne tun können, wenn sie sich lächerlich machen wollen. Plötzlich kam sogar ein Lastwagen der Stadtreiniger, um den Haufen in Windeseile aufzuladen. Also wenn der Müll an der Wertach liegt, ist es denen 30 Jahre lang völlig Wurst, wie ich an den dortigen Fundsachen im Jahr 2014 schon gesehen hatte. Dann sieht man sie wieder ein ganzes Jahr lang nicht dort und in der Zwischenzeit sind dann schon wieder regelrechte Müll-Hochgebirge aufgetürmt, aber wenn man zwei Stunden lang aufräumt und sich abzeichnet, welche Versäumnisse der Stadt durch das Aufhäufen des Mülls zutage treten, können sie plötzlich in Sekundenschnelle da sein. Übrigens hat mir die Stadt mitgeteilt, dass sie am Wertachufer gar nicht zuständig sei, sondern das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, nachdem ich letztes Jahr per EMail angeregt hatte, wenigstens einen Mülleimer dort aufzustellen, wo immer die Partyleute sitzen. Als wenn die von der Behörde in Donauwörth jemanden losschicken würden, um den Müll am Ufer aufzuräumen, den Augsburger Bürger dort hinein werfen. Da lachen ja die Hühner. Zwischenzeitlich könnte die Zuständigkeit sogar auf das Land Bayern übergegangen sein. Herr Erben rangelt noch mit diesen beiden Behörden wegen der Verteilung der Kosten für die Beseitigung des Mülls. Übrigens habe ich bis heute immer noch keine Anzeige der Polizei bekommen. Die Leute von der Tanke haben zu mir damals gesagt, dass ich es ja oben an der Kreuzung hätte machen können, dann hätten sie mir sogar geholfen. Also diesmal haben sie mich ja eine ganze Weile dabei beobachten können, wie ich den Müll von der Wertach zur Kreuzung trug, aber keiner ist mir zu Hilfe gekommen. Wie sehr mir dieses inhaltsleere Gesülze mittlerweile auf den Senkel geht ...

21.08.2016 Es geht weiter

Gestern abend und heute nachmittag habe ich noch einmal an der Ackermannbrücke angegriffen und dabei u.a. etwa 400 Kronkorken aus dem Boden gekratzt, die schön festgetreten waren. Der Müllhaufen, den ich an der Ecke Ackermann-/Holzbachstraße wachsen lasse, wird langsam größer ...

22.08.2016 Die Nacht der Igel und der Sonnenaufgang

Seit zwei Wochen haben wir ein neues Hobby: ---> Igel zählen. Hier eine kleine Information aus der ---> Igel-Website: "Der Bayerische Rundfunk und der Landesbund für Vogelschutz haben im Frühjahr 2015 ein großangelegtes, gemeinsames „Citizen-Science-Projekt“ gestartet. Bürgerforscher sollen helfen, Daten zu erfassen, um herauszufinden, wie es dem Igel in Bayern geht."

Also wenn Sie in Bayern wohnen und nachts nicht schlafen können, raus mit Ihnen und ---> zählen.

Oft hatten wir auch die Kamera bei unseren nächtelangen Spaziergängen dabei. Natürlich will ich Ihnen die dabei entstanden Schnappschüsse nicht vorenthalten. Vorhang auf für die Nachtaktiven:

Nachdem wir halb Göggingen erwandert hatten, um zwei Igel zu finden, ging plötzlich die Sonne auf:

Da erschienen sie uns plötzlich, die zwei Stockrosen in einem Blumenkübel an der Wellenburger Straße. Letztes Jahr hatten wir hunderte Stockrosensamen im gesamten Stadtgebiet verteilt, u.a. auch in diesem Blumenkübel, weil er so vernachlässigt und traurig aussah und weil bei so einem vernachlässigten und traurigen Blumenkübel die Chance besteht, dass weder die Stadt noch irgendjemand sonst die Blumen abmäht oder herausreißt und sie somit wochenlang einiges an nötigem Futter für Bienen, Hummeln und andere Insekten liefern können. Wir hatten ihn schon fast vergessen. Eine hat schon ein paar Blüten geöffnet, bei der anderen dauert es noch ein paar Tage:

23.08.2016 Bombenstimmung

Gestern Nacht konnte ich mal wieder nicht schlafen, da bin ich halt kilometerweit durch die Stadt gelaufen und habe links und rechts alles aufgehoben, was Menschen dort fallen gelassen haben. Um Mitternacht kam ich am Rathausplatz vorbei, wo sich immer noch eine Menge Leute aufhielten. Es herrschte Bombenstimmung, wie man an der Lautstärke der dort Feiernden gut erkennen konnte. Ich fing da an, wo keine Leute saßen. Es war gar nicht so einfach, die Kronkorken und Kippen aus den Kopfsteinpflasterritzen heraus zu kratzen, aber es ging eigentlich ganz gut voran. Dieser Kleinmüll bleibt regelmäßig in den Ritzen, weil die Maschinen und Besen der Stadtreiniger das gar nicht schaffen können und bilden dann zusammen mit den Unmengen an Plastikaufklebern, die irgendwelche Schlaumeier auf die Pflastersteine geklebt haben, einen bizarren Kontrast zur wunderschönen Renaissancearchitektur des nebenan stehenden Rathauses. Als dann die Leute nach und nach gingen, war das ganze Ausmaß der Vermüllung zu erkennen. Buchstäblich sah es aus, als wenn eine Bombe eingeschlagen hätte, weil auch wirklich keine Sau seinen Dreck mitnimmt. Vier Stunden habe ich gebraucht, um große Teile des Platzes zu reinigen, wobei ich den Augustusbrunnen und die nähere Umgebung vollständig von allem Unrat befreite, weil es dort am schlimmsten aussah. Also wenn ich die Stadt wäre, würde ich nicht jeden Morgen um fünf Uhr alles beseitigen, sondern mal eine oder zwei Wochen gar nicht reinigen, damit die Bevölkerung mal sieht, was für Schweine abends dort sitzen und vor allem was sie der Allgemeinheit an riesigem Aufwand und großen Kosten verursachen. Übrigens hat die Stadt jetzt eine neue Methode gefunden, unter den Bänken und auf den Stufen des Augustusbrunnens zu fegen. Mit einem kleinen Tankauto wird der Müll mit Unmengen Wasser aus Düsen bepritzt, damit man dann mit einem Kehrbesenauto nebenan den dort hin gespritzen Müll wegfegen kann. Das geht zwar schnell, aber auf der einen Seite hat man da wieder einen Mann wegrationalisiert (wobei ich nicht weiß, ob das Auto, der Sprit und der Mann auf dem Auto insgesamt nicht genausoviel kosten), der unter den Bänken fegen könnte, auf der anderen Seite ist so eine Wasserverschwendung, die regelmäßig und täglich stattfindet, total ökologisch. (Ironie aus).

24.08.2016 Fünf Igel

Gestern Nacht waren wir wieder stundenlang unterwegs und haben insgesamt fünf Igel gezählt. ;-)

25.08.2016 Stadtrundgang

Gestern Nacht war ich wieder viel unterwegs, um einigen Müll aus allen möglichen Grünflächen zu holen, damit es in Augsburg etwas gemütlicher und lebenswerter wird. Ohne Müll siehts schöner aus.

26.08.2016 Spaziergang in Bärenkeller

Laut Igelkarte gibt's in Bärenkeller nicht sehr viele Igel. Das wollten wir widerlegen und fanden nach sehr langer Suche sogar einen im Spechtweg 1, den wir auch gleich in der Karte eingetragen haben.