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1999

24.03.1999 Und nochmal von vorne

Jetzt, drei Jahre nach der ersten Eingabe seiner Pläne, kann Herr Scheuerer wieder ganz von vorne beginnen, eine ganz neue Planung aus dem Boden zu stampfen. Ironie "": "Die Stadtplaner und Herr Schaidinger, die ihn zu diesem unsäglichen Klotz gedrängt hatten, konnten ja nicht ahnen, dass der Landesdenkmalrat ein Nein zu dieser Bausünde abgibt". Obendrein wird auch jetzt doch noch der Gestaltungsbeirat miteinbezogen, was Herr Schaidinger ja noch im Vorjahr verneint hat. Und das, obwohl das die Satzung des Beirats ausdrücklich verbietet, um Verflechtungen und Befangenheit zu unterbinden, was ja durchaus gegeben sein könnte, da zwei Architekten aus dem Wettbewerb kurz nach der Siegerehrung des Modells von Carlo Baumschlager zu Gestaltungsbeiräten ernannt wurden. Die Mittelbayerische hat nicht gut genug recherchiert, man darf zwei (nicht 1) Jahre vor, während und ein Jahr nach der Mitgliedschaft im Gestaltungsbeirat in Regensburg nicht planen und bauen.

08.10.1999 Die Aufwertung des Grüngürtels

Nach einer 15-jährigen Stadthallendiskussion hat nun auch das fürstliche Haus von Thurn und Taxis ihren fürstlichen Park als möglichen Standort ins Gespräch gebracht, was Herrn Scheuerers Projekt eine Aufwertung bescheren soll, so der Bauherr. Auch ihn scheint mittlerweile die Geldgier gepackt zu haben, so wie Teile der Stadtverwaltung der Größenwahn. Konkret würde die Umsetzung der Projekte bedeuten, dass erstens große Teile des historischen Grüngürtels und der Stadtbefestigung unwiederbringlich zerstört werden würden und zweitens die o.g. Aufwertung stattfindet, was nichts anderes bedeutet, als daß die Preise für Wohnraum steigen werden. Und das ist politisch gewollt. Herr Petzet (nicht Plazet), der Leiter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, hat nun, nach anfänglichen Bedenken, auch seinen Segen zur Vernichtung historischer Kulturgüter gegeben. Nach wie vor geht es um Turm-Bausubstanz aus dem frühen 14ten Jahrhundert, die zerstört werden soll.

03.12.1999 Der illegale Planer

Die Mittelbayerische Zeitung hat eine Kleinigkeit vergessen zu erwähnen, denn es ist nicht nur so, wie es im Artikel heißt: "Eine Klausel ... verbietet Gestaltungsbeiräten, während ihrer Gutachter- Jahre in Regensburg für hiesige Bauherren zu planen", sondern es heißt eindeutig: "Die Mitglieder dürfen zwei Jahre vor und ein Jahr nach ihrer Beiratstätigkeit nicht in Regensburg planen und bauen." In diesem speziellen Fall würde es bedeuten, dass Herrn Kulkas Planertätigkeit illegal ist.

>Aus der Geschäftsordnung des Beirates für Stadtgestaltung der Stadt Regensburg §2 (3) Seite 66

03.12.1999 Ein Doppelturm

Und hier können Sie sich selbst ein Bild von der (illegalen) Kulka-Planung machen und selbst darüber befinden, ob dieses Gebäude "ein Leitbild aus dem mittelalterlichen Regensburg transportiert". ;-)

Die Historie

Hier noch einmal ein kurzer geschichticher Abriss, um zu verstehen, in welchem Kontext das Projekt Turm gesehen werden muss. Im Baualtersplan ist detailliert beschrieben, was wann gebaut wurde.