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1997

Zweite Planung und Teilabbruch des Nebengebäudes

"Der erste „Anlauf“ zu einer Bebauung des Stadtgrabens und damit einer Baugenehmigung verlief im Sande. Das Vorhaben wurde insbesondere aus denkmalpflegerischer Sicht abgelehnt. Man war der Ansicht, dass eine Turmaufstockung an einer derart signifikanten Stelle das Ensemble Altstadt Regensburg massiv beeinträchtigen würde. Auf Anraten des Bauordnungsamtes wurde der Antrag im März 1997 zurückgenommen. Ebenfalls im Jahr 1997 gab es Überlegungen, den Turm im Bestand zu halten und östlich mit einem dreigeschossigen Baukörper anzuschließen." (Quelle: Werkbericht)

Hier die Zeichnungen der zweiten Planung von 1997, die auch in der Presse niemals erwähnt wurde:

Grundriss:                                                Zeichnung:

Bildquelle: Werkbericht 2015 (Planungs- und Baureferat der Stadt Regensburg)

"Die Einbeziehung des Turms in die Neubebauung wurde allerdings nicht befürwortet. Vielmehr sollte eine völlige Freistellung des Turms angestrebt werden. Nachdem generell ein Neu- oder Erweiterungsbau vorstellbar war, wurde die Forderung nach einem städtebaulichen Wettbewerb laut. In Zusammenhang mit der Planung von 1997 wurde die baurechtliche Genehmigung für einen Teilabbruch des Anbaus am Turmgebäude beantragt und im Februar 1997 auch erteilt. Daraufhin erfolgte der geplante Abbruch." ("" Quelle: Werkbericht der Stadt Regensburg 2015)

 

Bildquelle: Unbekannt

Bildquelle: Werkbericht 2015 (Planungs- und Baureferat Regensburg)

Also ich persönlich wäre ja der Meinung gewesen, dass genau das, was Herr Scheuerer sowohl 1996, als auch 1997 geplant hatte, dem entspricht, was am altstadtverträglichsten gewesen wäre, nämlich dem Turm bei gleichbleibendem Grundriss aufbauend auf den alten Fundamenten aus dem 14. Jhdt. eine Höhe geben, wo er wieder als Turm erkennbar wird, versehen mit einem spitzeren Dach, wie es auch ursprünglich in etwa gewesen ist und östlich davon, wo die Zwingermauer sowieso schon durch den Anbau von 1931/33 in Mitleidenschaft gezogen wurde, einen unauffälligen Neubau. Für mich stellt sich die Frage, ob man seine Projekte schön unter den Teppich kehren wollte, um keinerlei sinnvolle Alternative zu den nun folgenden Planungen der Stadtverwaltung und Politik zu haben.

19.12.1997 Eine Überrumpelung

Am 19.12.1997 war in der Mittelbayerischen Zeitung zu lesen, dass "die geplante Errichtung eines Geschäfts- und Bürogebäudes mit Einbeziehung des ehemaligen Stadttorturms Am Peterstor 3 auf Erstaunen stieß. Weil den Mitgliedern dieser Tagesordnungspunkt erst während der Sitzung als Tischvorlage ausgehändigt worden war, fühlten sich SPD und Grüne förmlich überrumpelt. Planungsreferent Dr. Günter Stöberl räumte ein, dass schon seit Monaten entsprechende Gespräche mit dem Grundstückseigner geführt wurden." Mir drängt sich der Verdacht auf, dass sowohl das Bauordnungsamt, als auch der Planungsreferent bewusst das zuständige Entscheidungsgremium zu spät und dann auch unzureichend über die Planungen am Peterstor informiert hat. Auch hier habe ich nach intensiven Recherchen nicht feststellen können, dass die Pläne des Herrn Scheuerer aus den Jahren 1996 und 1997 dem Stadtplanungsausschuss vorgelegt worden wären. Weiter heißt es in dem Artikel: "Da es der Bauherr eilig hat (Stöberl), soll in diesen Tagen das Plangutachten ausgelobt werden, wobei bis März mit den Ergebnissen gerechnet wird. Der Vorschlag des ersten Preisträgers werde dann die Grundlage für das weitere Baugenehmigungs-verfahren bilden. Über das Ergebnis des Plangutachtens soll wiederum der Planungsausschuss unterrichtet werden". ("" Quelle: MZ 19.12.97)

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 19.12.1997

Bei meinen Recherchen fand ich einen Eintrag vom gleichen Tag (19.12.) auf einer Architekturseite, wo schon alles fertig ist, incl. Zeichnungen, Grundriss und allem anderen. Da stellen sich für mich immer neue Fragen: Ist das Architekturbüro so schnell, dass es innerhalb von 3 Tagen eine komplette Planung aus dem Boden stampft? Was haben gewisse Teile der Politik damit zu tun?