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Die Römer

Bildquelle: Wikipedia

Rumms! Da sind sie nun doch endlich, die Römer. Durch ihre Expansionspolitik kamen sie hierher.

Sie haben mal wieder eine neue Provinz namens Rätien erobert und heften sich dafür wieder ganz fleißig gegenseitig einen Haufen Orden an die stolz geschwellten Brüste von perversen Militaristen.

Vor über hundert Jahren fielen die Heuschrecken hier ein und metzelten alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte. Sie brandschatzten, vergewaltigten und plünderten wie die Geisteskranken.

Im Jahre 80 n.Chr. bauten sie in Kumpfmühl, wenige Kilometer südwestlich, ein Kastell aus Holz und Erde, welches sie später durch ein Bauwerk aus großen Steinquadern ersetzten und erweiterten.

Der Garten von Amaro, der dieses ganze Geschehen nicht mehr miterleben musste, weil er in der Zwischenzeit schon gestorben war, musste einer zivilen Siedlung der römischen Eroberer weichen.

Da die alteingesessenen Ureinwohner, die Markomannen, keine Lust darauf hatten, sich ihr Land einfach wegnehmen zu lassen und vergewaltigt, versklavt und ausgebeutet zu werden, zerstörten sie das Lager Kumpfmühl und die zivile Siedlung kurzerhand, weshalb der Kaiser in Rom sauer wurde.

Marc Aurel, der Kaiser von Rom, hat die Markomannen bekämpft, unterworfen und zur Festigung seiner Macht ein riesiges Kastell gebaut, um dort die III. Legion (ca. 6000 Soldaten) unterzubrin-gen, die dafür sorgen sollten, dass das Römische Reich die Kontrolle über die Provinz Rätien behalten wird. Das ca. 540 x 450 Meter große Kastell wurde von 175 bis 179 n.Chr gebaut und besaß 4 große Tore. Am oberen Rand ist das südliche Haupttor, die "Porta Decumana" zu erkennen. Direkt links dahinter befand sich das Areal, wo der Einsiedler seine Hütte stehen hatte. Davon ist natürlich nichts übrig. Stattdessen gibt es jetzt eine befestigte Straße, die nach Rom führt und auf der jetzt ein Haufen Soldaten nebst Fußvolk beim fleißigen Marschieren alles platt getrampelt und eingestampft haben. Auch wenn das einige Leute meinen, es ist nichts, aber auch gar nichts fortschrittlich daran, fremde Gebiete einfach zu annektieren und die dortige Bevölkerung zu versklaven. Deshalb haben dann die Germanen um 278 das Kastell niedergebrannt und zehn Jahre später ist es dann noch einmal zerstört worden. Nachdem die Römer es dann wieder aufgebaut haben, ist es dann um 357 n.Chr. von dem allemannischen Stamm der Juthungen geplündert und ein nächstes Mal niedergebrannt worden. Die letzten Soldaten wurden dann vermutlich im späten 5. Jh. abgezogen, zurück blieb lediglich die Zivilsiedlung, die sich später zu einer Stadt entwickeln sollte.

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